Eine optimale Intimhygiene ist einfach zu erreichen.

Intimhygiene bedeutet Wohlbefinden und Gesundheit

Intimhygiene ist wichtig, denn es geht um unsere Gesundheit

Eine angemessene Intimhygiene ist essentiell für die Gesundheit und das Wohlbefinden von uns Frauen. Es gibt keine exakte Anleitung, aber einige wichtige Vorgehensweisen sollten wir berücksichtigen. Eine gute vaginale Gesundheit umfasst eine ausgewogene Flora, um schädliche Bakterien und Pilze fernzuhalten.

Für eine optimale Intimhygiene sollte Wasser die erste Wahl sein. Vermeiden Sie feuchtes Toilettenpapier und Waschlappen, weil sie Irritationen und Infektionen entstehen lassen. Während des Duschens mit lauwarmem Wasser sollte nur die äußerste Haut befeuchtet werden, um die aggressiven Reinigungsmittel nicht in die Vagina zu bringen. Verwenden Sie milde, parfumfreie Intimpflege und -reinigung, die speziell für den Intimbereich entwickelt wurden, und vermeiden Sie duft- und farbstoffhaltige Produkte. Wichtig ist auch der richtige pH Wert der Pflegeprodukte. Dieser sollte zwischen 5 und 5,5 liegen.

Unterwäsche

Baumwollunterwäsche trägt zu Intimhygiene bei.

Da Baumwollunterwäsche ausreichend Atmungsaktivität bietet, ist sie die beste Wahl für die Vagina. Strings und Tangas sollten minimiert oder vermieden werden, da der ständige Kontakt von Unterwäsche und Haut Reizungen und Schleimhautabrieb verursachen kann. Am besten die Unterwäsche täglich wechseln und enge Kleidung wie Leggings oder sehr schmale Jeans vermeiden.

Tampons, Binden und Menstruationstassen

Tampons und Pads bei Intimhygiene

Wechseln Sie während Ihrer Periode regelmäßig Tampons und Binden, um vaginale Infektionen vorzubeugen. Außerhalb der Periode sollten jedoch Binden oder Tampons nicht täglich zum Einsatz kommen, da die Vagina dann stetig Körperflüssigkeiten ausgesetzt ist und dies zu Reizungen führen kann.

Bei starkem Ausfluss kann dies jedoch nicht immer vermieden werden. Verwenden Sie in diesem Fall lieber bei Bedarf leichte und dünne Damenbinden, die Sie regelmäßig wechseln.

Menstruationstassen haben Vor- und Nachteile. Im Gegensatz zu Tampons trocknen sie nicht die Vaginalschleimhaut aus, verletzen so die Schleimhaut und sie sind von außen unsichtbar. Binden können verrutschen und sind bekannt dafür, dass sie schnell Geruch bilden, was bei der Menstruationstasse auch nicht der Fall ist. Zudem sind Menstruationstassen nachhaltig, denn sie werden wieder verwendet. Die Gefahr bei Menstruationstassen ist letztlich nur gegeben, wenn sich beim Einführen Keime an den Händen befinden oder die Vaginalschleimhaut mit langen Fingernägeln verletzt wird.

Beckenbodentrainer

Beckenbodentrainer sind ein wichtiger Bestandteil von Intimhygiene.

Der Gebrauch von Beckenbodentrainern kann ebenfalls dazu beitragen, die Vagina zu schützen und die allgemeine Gesundheit zu verbessern. Durch die Stärkung der Muskeln werden Inkontinenzprobleme reduziert und manchmal sogar sexuelle Erlebnisse verstärkt.

Es gibt verschiedene Modelle und natürlich auch solche, die nicht eingeführt werden und über die Beine die Muskulatur stärken. Finden Sie heraus, was am besten zu Ihnen passt.

Wechseljahre / Menopause

Colostrum lindert Beschwerden nach der Menopause

Durch die Menopause kommt es zu einer Abnahme der Östrogenproduktion und anderen Fruchtbarkeitsmarkern im Körper, was dazu führen kann, dass sich die Vaginalschleimhaut verändert. Zu den häufigsten Problemen, die bei Frauen nach der Menopause auftreten können, gehören:

  1. Trockenheit: Die Abnahme des Östrogens kann dazu führen, dass die Vagina und die Vulva trocken und weniger elastisch werden. Dadurch können Schmerzen und Beschwerden, insbesondere beim Sex entstehen.
  2. Juckreiz und Irritationen: Eine veränderte pH-Wertbalance in der Vagina kann Juckreiz und Irritationen hervorrufen. Bakterielle Infektionen und Pilzinfektionen können ebenfalls häufiger auftreten.
  3. Harnwegsinfektionen: Eine dünnere und trockenere Vaginalschleimhaut kann dazu führen, dass sich Bakterien leichter ausbreiten und Harnwegsinfektionen verursachen können.
  4. Inkontinenz: Aufgrund der geschwächten Beckenbodenmuskulatur, die durch den Östrogenmangel entsteht, treten bei Frauen nach der Menopause häufiger Inkontinenzprobleme auf.

Daher ist es besonders wichtig, dass Frauen nach der Menopause ihre vaginale Gesundheit bewusst im Auge behalten und bei Problemen frühzeitig mit ihrer Gynäkologin sprechen. Es gibt verschiedene Behandlungsmöglichkeiten, die helfen können, die Symptome einer veränderten Vaginalschleimhaut zu lindern und das sexuelle Wohlbefinden zu verbessern. So ist z.B. in vielen wissenschaftlichen Kreisen bekannt, dass die Verabreichung von Colostrum die Östrogenproduktion wieder ankurbelt und auch alle Fruchtbarkeitsmarker, mit alle den positiven Eigenschaften, plötzlich wieder vorhanden sind, bis auf die tatsächliche Fruchtbarkeit. Ein äußerst positiver Effekt für die Frauengesundheit.

Die erfahrene Ärztin Prof. Dr. Ingrid Gerhard empfiehlt in ihrem Buch Frauengesundheit und auf ihrem Portal Netzwerk-Frauengesundheit die Verwendung von Colostrumhaltigen Intimpflegeprodukten, insbesondere nach der Menopause.

Fazit

Unsere vaginale Gesundheit ist eine wichtige Angelegenheit. Eine gute Intimhygiene ist die Voraussetzung, um die Vagina gesund und frisch zu halten. Mit einfachen Schritten wie der Auswahl der richtigen Unterwäsche, der Vermeidung von Duftstoffen und der Verwendung von naturkosmetischen Intimpflegeprodukten anstelle von aggressiven Reinigungsmitteln können wir eine angemessene Hygienepraxis umsetzen, um Infektionen und Irritationen zu vermeiden. Mit regelmäßigem Beckenbodentraining kann man die vaginale Gesundheit weiter stärken und sein Wohlbefinden fördern.

Bleiben Sie gesund,

Ihr Frauen Team der MEDI CINE Akademie.

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